Johannes

Johannes – Jay Low

Bass

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Irgendwie war schon immer klar, dass mit „dem Jungen“ was nicht stimmen konnte, denn obwohl aus musikalisch guter Familie stammend, hatte ich bereits im zarten Alter von acht Jahren die Blockflöte erfolgreich verbrannt. So lag die musikalische Karriere erst einmal brach – bis zu jenem denkwürdigen Sommer, in dem der Rock’n’Roll in Form einer Gitarre zu mir kam. Von da an war ich kaum zu bremsen, flog Tonleitern und Kadenzen übend regelmäßig aus dem Wohnzimmer raus (damals hatte die durchschnittliche Familie einen Fernseher, um den sie sich versammelte, und es gab ganze drei Programme). Mir war’s gleich, wo ich spielte oder übte, denn ich vergaß dabei sowieso alles um mich herum. Gleichzeitig jedoch entdeckte ich, dass es in bestimmten Lebensabschnitten keinen größeren Ansporn gibt, eine Sache durchzuziehen, als wenn Deine Eltern eben diese Sache hassen 🙂

Mit 13 die erste Band, mit 14 die erste eigene Band, mit der wir eine Dekade lang überall in meiner Heimatregion Südhessen spielten und es sogar ins Radio schafften (in der Radioübertragung von HR3 waren wir mal der Warm-Up für den Rockpalast und die jüngste Band, die es je in die Show „HR3 unterwegs“ geschafft hat). Als überall New Wave tobte, brachten wir den Leuten den Rock’n’Roll! Dazu kamen schon bald Nebenprojekte in den unterschiedlichsten Stilrichtungen, Aushilfsjobs (auch mal als Bassist) und der Einstieg in die Welt der Tontechnik.

Nach Studium und Berufseinstieg verschlug es mich nach München, wo ich bald schon auf den Bass kam. Ich war erneut infiziert, dieses Instrument hat es mir angetan! Anscheinend bin ich als Kind irgendwann in den Kessel mit den tiefen Tönen gefallen… Irgendwann traf ich auf Tilo, und etwas später fingen wir an, zusammen Musik zu machen, das Projekt zerbrach jedoch. Kurze Zeit später allerdings klingelte das Telefon, und Tilo fragte, ob ich nicht Lust hätte, einen Gig mit dieser coolen Band zu bestreiten, in der er seit kurzem spielte. Also beschnupperten wir uns gegenseitig, jammten und spielten den Gig mit relativ wenigen Proben davor. Vom Ergebnis mehr als angetan, beschlossen wir, das weiter so durchzuziehen und München den Rock’n’Roll zu bringen.

Meine Aufgabe und Rolle bei Iron Rose bestehen nicht nur darin, auf der Bühne gewaltige Tiefdruckgebiete zu erzeugen, die Sache muss ja auch tanzbar sein und grooven wie Sau – dieser Anspruch bestimmt mein Zusammenspiel mit Tilo an den Drums. Gleichzeitig bin ich das Bindeglied zwischen dem Rhythmus und der Melodiefraktion, denen wir einen Teppich oder – je nachdem – eine Spielwiese legen, auf der sie sich austoben können.

Jay Low

Equipment – nice and simple:

  • Bass:
    Ibanez BTB 675
    Ibanez BTB 785
    Ibanez BTB 705 – mein Hauptbass bei Iron Rose
  • Strings:
    Elixir
  • Amp:
    MESA Boogie Carbine M6 212

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